Mit dem Fahrrad zur Arbeit – entspannt in den Arbeitstag und Feierabend

2013 machte ich mich zum ersten Mal mit dem Fahrrad auf den Weg zur Arbeit. Denn die Autofahrt durch den Berufsverkehr hatte mich oft genug genervt. Ich dachte mir: Die 10 km kann ich doch auch mit meinem schönen alten Hollandrad fahren, oder?

Die ersten Fahrten fielen mir tatsächlich noch etwas schwer und nach 5-6 km sehnte ich das Ziel herbei – es ist halt noch früh. ;) Doch das änderte sich schnell. Nur ein paar Tage später hatte ich mich an die Distanz gewöhnt und fing an die Fahrt mit dem Fahrrad zu genießen. Selbst bei grauem Himmel, aber natürlich vor allem bei strahlendem Sonnenschein. Und da ist es egal, ob es 20 Grad warm ist oder nur 2 Grad. Sogar gerade dann sieht die mit Raureif überzogene Landschaft einfach schön aus!

Und noch mehr genieße ich es, seitdem ich mein Hollandrad gegen ein Trekkingrad getauscht habe. Fast täglich schwing ich mich aufs Fahrrad und radel zur Arbeit.

Welche Vorteile hat das Radfahren zur Arbeit?

  • Mehr Freizeit: Die Fahrt mit dem Auto gehört für mich gefühlt noch zur Arbeitszeit. Die Fahrt mit dem Fahrrad hingegen ist für mich Freizeit.
  • Bessere Laune: Das Radfahren an sich macht schon Spaß und ist ein guter Start in den Tag und den Feierabend. Und wenn man dann noch an all den Autos vorbeifährt, die auf dem Weg zur Arbeit im Stau stehen, wird das Lächeln direkt noch ein bisschen breiter. ;)
  • Mehr Fitness: Durch das Radfahren hat man direkt schon ein kleines Sportprogramm absolviert. Und auch das Immunsystem freut sich und wird durch die viele Bewegung gestärkt.
  • Umweltschutz: Und natürlich tut man auch der Umwelt etwas Gutes.
  • Kaum Zeitunterschied: Gerade in der Stadt ist man mit dem Rad häufig kaum langsamer als mit dem Auto. Gerade wer lange nach einem Parkplatz suchen muss, ist sogar schneller unterwegs.

Klingt gut – aber wie soll man das bei einer längeren Strecke machen?

Wenn man einen längeren Fahrtweg hat, kommt man natürlich leicht ins Schwitzen. Trotzdem braucht man nicht gleich eine Dusche und Umkleide. Es geht auch ohne: Ich fahre in Sportklamotten zur Arbeit, gebe dabei nicht unbedingt Vollgas, verstaue meine Wechselkleidung in einer Fahrradtasche (Vaude Radtasche Aqua Back) am Gepäckträger und mach mich dann auf der Toilette frisch und zieh mich um. 

Was nehme ich mit?

  • Kleines Handtuch
  • Duschgel
  • Deo
  • Haarbürste
  • Bürokleidung + Schuhe

Häufig sieht man mich mit einer Kombination aus Sportklamotten und schickeren Schuhen zur Arbeit radeln, damit ich nicht zwei Paar Schuhe mitnehmen muss. Sieht super aus… ;)

Aber ja: Irgendwann kommt der Tag, an dem man dann mal die Hose zu Hause vergessen hat und den ganzen Tag in Sporthose im Büro herumrennt. ;)

Klingt auch gut – aber ist das nicht viel zu gefährlich?

Es stimmt: Viele Städte sind nicht allzu fahrradfreundlich und gerade im Berufsverkehr haben viele Autofahrer kein Auge für Radfahrer. Daher rate ich:

  • vorausschauend fahren und im Zweifel lieber bremsen
  • auffällige Kleidung anziehen
  • Helm tragen
  • einen Umweg fahren: Für eine fahrradfreundlichere Strecke nehme ich auch gerne einen Umweg in Kauf. 8 Kilometer mehr und schon kann ich eine herrliche Strecke direkt am Rhein entlang fahren. Allerdings nur auf dem Rückweg, morgens schlafe ich dann doch lieber so lang wie möglich. ;)

2 Kommentare

  1. Hi Nadine, mit wenigen Worten verdammt gut getroffen, mein bischen Senf geb ich noch dazu.

    DU: Welche Vorteile hat das Radfahren zur Arbeit?
    ICH: Ich stimme besonders bei „Bessere Laune“ und „Kaum Zeitunterschied“ zu. IAußerdem lerne ich jede Woche etwas dazu, entweder Streiten mit den verschiedensten Autofahrer-Egos und erst heute wieder die verbale Konfliktlösung – ein echter Gewinn!

    DU: Klingt gut – aber wie soll man das bei einer längeren Strecke machen?
    ICH: Ich habe 2 starke Steigungen, die ich nur gesund und bei gutem Wetter schaffe und danach noch arbeiten kann. Ich bin aufs Pedelec umgestiegen – Wetter, Wind und Steigungen sind damit egal – in der Ebene gebe ich gas!

    DU: Was nehme ich mit?
    ICH: Haarbürste? Auf meinem Kopf ist das recht übersichtlich, beim Rest stimme ich zu. Bei Kundenbesuchen auch mal gern den Kinderanhänger mit Anzug, Schuhen und Technik. Umziehen dann in der Tiefgarage oder im Parkhaus. Ja das ist nicht immer bequem …

    DU: Klingt auch gut – aber ist das nicht viel zu gefährlich?
    ICH: Ich füge deinen Punkten noch hinzu, immer so mittig fahren, dass keiner an gefährlichen Stellen überholen kann. Man entwickelt ein gutes Selbstvertrauen und gleichzeitig ein Gespür für Verkehrssituationen, denen man besser aus dem Weg geht bzw. fährt.

    Allzeit gute Fahrt!

    1. Hi Alex,

      dank dir für deinen Kommentar!
      Mit Autofahrern gerät man leider wirklich immer wieder aneinander – zugeparkte Fahrradwege, Türen die ohne Blick auf den Fahrradweg geöffnet werden und kein Schulterblick beim Rechtsabbiegen… Aber es stimmt: Man bekommt ein gutes Gespür dafür und kann Unfällen durch vorausschauendes Fahren aus dem Weg gehen und hin und wieder auch mal einen Autofahrer wachrütteln… 😉

      Viele Grüße
      Nadine

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