Bitte lächeln! Aber in welche Art von Kamera?

Auf Reisen jagt meist ein tolles Panorama das andere, eine beeindruckende Begegnung die nächste. All diese Motive möchte man gerne mit der Kamera festhalten. Denn schöne Fotos helfen, sich an diese Momente zu erinnern und den Urlaub dadurch noch ein bisschen zu verlängern. Doch welche Kamera sollte man auf Reisen mitnehmen, damit man auch wirklich gute Fotos machen kann? Und wie findet man dabei einen Kompromiss aus Qualität, Kreativität, Gewicht und Größe?

Verschiedene Alternativen und ihre Vor- und Nachteile

Digitale Spiegelreflexkamera

"Icon_Qualitaet“

Spiegelreflexkameras sind ohne Frage in Sachen Qualität nicht zu überbieten. Sie liefern erstklassige Bilder und können in vielen Lichtsituationen überzeugen.

"Icon_Kreativitaet“

Durch zahlreiche manuelle Einstellungsmöglichkeiten hat man viel Gestaltungsspielraum. So kann man z. B. Blende, ISO-Wert, Weißabgleich und Belichtungszeit individuell einstellen. Außerdem kann man die Objektive der Kamera tauschen und so je nach Bedarf z. B. zwischen normalem, Weitwinkel-, Tele- und Makroobjektiv wechseln.

"Icon_Groesse“

Aber die Ausrüstung – gerade wenn man Wechselobjektive mitnimmt – braucht natürlich etwas Platz. Platz, den man gegebenenfalls nicht hat – sei es im Urlaubsgepäck generell oder im Rucksack für Wanderungen oder Mountainbiketouren.

"Icon_Gewicht“ Ganz leicht ist das Equipment auch nicht. Gerade alle, die sportlich aktiv sind, wollen sich das Gewicht auf langen Touren vielleicht lieber sparen.
"Icon_Preis“ ab ca. 600 Euro
"Icon_Sonstiges“

In dem ein oder anderen Land – wenn ich da zum Beispiel an meine Brasilienreise denke – möchte man möglichst wenig wertvolle Gegenstände mit sich führen. Die Spiegelreflexkamera strahlt aber schon einen gewissen Wert aus und ist ja auch tatsächlich nicht ganz billig.

Digitale Profi-Kompaktkamera

"Icon_Qualitaet“ In Sachen Qualität kommen die Profi-Kompaktkameras – wie z.B. die der Canon Powershot G-Serie – schon sehr nah an eine Spiegelreflexkamera heran.
"Icon_Kreativitaet“ Auch in puncto manuelle Einstellungen können sie durchaus mit den Spiegelreflexkameras mithalten. Bei den Wechselobjektiven wird es dann aber schwieriger: Für meine Canon Powershot G11 habe ich beispielsweise keine guten Objektive finden können.
"Icon_Groesse“ Der Name sagt es schon: Die Kameras sind deutlich kompakter und kleiner als Spiegelreflexkameras und damit für unterwegs besser geeignet. 
"Icon_Gewicht“ Das Gleiche gilt für das Gewicht: Auch das ist deutlich geringer. Somit kann man die Profi-Kompaktkameras auch bei sportlichen Touren problemlos mitnehmen.
"Icon_Preis“ ca. 500-700 Euro

Kleine Kompaktkamera

"Icon_Qualitaet“ Die Qualität der Bilder einer kleinen Kompaktkamera ist in Ordnung, kommt aber bei Weitem nicht an die einer digitalen Spiegelreflexkamera oder Profi-Kompaktkamera heran.
"Icon_Kreativitaet“ Auch der Gestaltungsspielraum ist stark begrenzt. Die wenigen Programmmodi wie z. B. Sport und Portrait sind nicht mit denen der anderen Kameras zu vergleichen.
"Icon_Groesse“ Aber die Kamera verschwindet fast problemlos in jeder Hosen- oder Jackentasche und lässt sich daher eigentlich zu jeder Gelegenheit mitnehmen.
"Icon_Gewicht“ Das Gewicht ist ebenfalls so gering, dass die Kamera bei keiner Aktivität stört.
"Icon_Preis“ ca. 100-300 Euro

Smartphone

"Icon_Qualitaet“ Die Qualität der Handykameras hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Keine Frage. Und am Handydisplay sehen die Bilder auch ganz nett aus. Druckt man sie aber aus – und da reicht schon ein kleines Format, so wird deutlich: Ein Smartphone ist nun mal keine Kamera. Die Qualität der ausgedruckten Bilder kann mit denen der Spiegelreflexkamera oder Kompaktkamera nicht mithalten und meine Anforderungen an schöne Urlaubserinnerungen zumindest nicht erfüllen.
"Icon_Kreativitaet“ Abgesehen von den Bildbearbeitungsmöglichkeiten, die man im Anschluss hat, sind die manuellen Einstellungsmöglichkeiten beim Smartphone eher gering.
"Icon_Groesse“ Aber Smartphones sind natürlich klein und ohnehin fast ständiger Begleiter der meisten Reisenden. Daher hat man sie ohne zusätzlichen Aufwand fast immer griffbereit.
"Icon_Gewicht“ Auch das Gewicht ist kein Problem. Die paar Gramm kann man immer mitnehmen.
"Icon_Preis“ Je nach Modell, aber die Kamera ist ja quasi inklusive.
"Icon_Sonstiges“

Für viele sicherlich auch ein Vorteil: Man kann die Bilder schnell und einfach mit den Lieben in der Heimat oder den Instagram-Followern teilen.

Fazit vom Kameravergleich

Welche Kameravariante geeignet ist, das hängt vom Qualitätsanspruch und der Art des Urlaubs ab. Wer in Sachen Qualität keine Abstriche machen möchte, ist mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder einer digitalen Profi-Kompaktkamera gut beraten, muss im Falle der Spiegelreflexkamera allerdings auch ein bisschen Gewicht mit sich schleppen. Sind die Ansprüche an die Qualität und Kreativität hingegen etwas geringer, so kann man auch auf die kleinen Kompaktkameras oder das Smartphone zurückgreifen, da man sich hier einiges an Platz und Gewicht spart und natürlich auch Kosten in der Anschaffung. Denn die Profi-Kompaktkameras, die eigentlich der beste Kompromiss in Sachen Qualität, Kreativität, Größe und Gewicht sind, sind auch nicht ganz günstig.

Mein Ausrüstung

Ich nehme immer sowohl eine digitale Spiegelreflexkamera (Canon 70D) als auch eine Profi-Kompaktkamera (Canon Powershot G11) mit. So habe ich viele Gestaltungsmöglichkeiten und kann hochwertige Bilder schießen, die sich auch im Großformat an der Wand gut machen. Wann immer Gewicht und Größe keine Rolle spielen, ist die Spiegelreflexkamera dabei. Für längere, anspruchsvollere Wanderungen, fürs Mountainbiken und Skifahren kommt dann die viel kleinere und leichtere Profi-Kompaktkamera in den Tagesrucksack.

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