Maui – Traumstrände, Bambuswälder, Vulkane und ganz viel Aloha

Wenn der Kapitän im Flugzeug von „Aloha“ und „Mahalo“ spricht, die Crew im Blumen-Outfit gekleidet ist und man im Landeanflug auf beeindruckende Vulkanlandschaften und Traumstrände blickt, dann ist Hawaii ganz nah.

Aber ist Hawaii eigentlich gleich Hawaii?

Wenn wir von Hawaii sprechen, denken wir meist an eine Insel mit traumhaften Stränden, Hibiskusblüten, Riesenschildkröten, Vulkanen und Surfern. Doch eigentlich ist Hawaii mehr als nur eine Insel. Hawaii ist ein Staat, zu dem rund 140 Inseln gehören. Eine davon heißt tatsächlich Hawaii, die anderen tragen Namen wie Niihau, Kauai, Oahu, Lanai und Maui.
Da die Inseln zum Teil sehr unterschiedlich sind, besucht man am besten 2-3 Inseln – wenn man genug Zeit hat. Ich musste mich allerdings entscheiden, da ich nur für 9 Tage dort war. Meine Wahl fiel auf Maui, die zweitgrößte Insel, die sehr abwechslungsreich ist und mit ihrer Landschaft und Mentalität absolut begeistert.

Anreise nach Maui

Ich nutzte 2010 die Gelegenheit und machte mich von Vancouver aus auf den Weg nach Maui – denn so günstig wäre ich wohl nie wieder dort hingekommen. Von Deutschland aus sind die Flugpreise leider nicht ganz billig. Daher verbinden viele eine Reise nach Hawaii zum Beispiel mit einem Aufenthalt in Kalifornien.

Von dort aus überquerte ich ca. fünf Stunden lang den tiefdunkelblauen Ozean, bis irgendwann aus dem Nichts die Inselgruppe auftauchte. Begrüßt wurden alle Passagiere mit einer Blumenkette, sodass man mehr und mehr in den hawaiianischen Spirit eintauchte. Vielleicht sollte das aber auch nur davon ablenken, dass es bei der Gepäckausgabe nicht ganz so strukturiert zuging… ;)

Übernachtung im Banana Bungalow Hostel

Das Banana Bungalow Hostel hat mich nicht nur mit dem Namen überzeugt. Es waren vor allem die Touren quer über die ganze Insel, die jeden Tag kostenlos angeboten wurden. Touren, die anderswo viel Geld gekostet hätten. Mit einem Bulli und einem Guide vom Hostel erkundeten wir in netter Gesellschaft die Insel und konnten dem Guide am Ende des Tages einfach ein Trinkgeld nach eigenem Ermessen geben.

Sehenswertes auf Maui

Road to Hana

Die Road to Hana gehört zu den schönsten Panoramastraßen der Welt und ist eines der Highlights der Insel. Sie windet sich in unzähligen Kurven entlang der Nordküste von Kahului nach Hana und bietet viele tolle Ausblicke und Möglichkeiten, um einen Stopp einzulegen:

  • zum Baden an schwarzen Stränden,
  • zum Kauf eines frischen, leckeren Banana-Chocolate-Chip-Brotes bei der Aunty Sandy’s Banana Bread Bakery,
  • für eine ca. 3 km lange Wanderung über den Pipiway Trail durch den Wald (zum Teil Bambuswald) zu den ca. 88 m hohen Waimoku Falls. Hier sollte man auf jeden Fall eine Dusche nehmen!
  • für ein Bad oder den ein oder anderen Sprung von den Felsen in die Seven Sacred Pools at Ohe’o, die man erreicht, wenn man dem Pipiway Trail vom Highway Richtung Meer noch ein kurzes Stück folgt.

Und es gibt noch viele weitere Highlights entlang der Straße. Eine wirklich tolle Strecke, die ich allerdings ohne Reisetablette nie überlebt hätte! ;)

Haleakala-Nationalpark

Der Haleakala ist ein ruhender Vulkan, dessen Krater mit einem Umfang von 34 km einer der größten der Erde und ein weiteres Highlight der Insel ist. Durch die faszinierende Landschaft im Krater führen mehrere Wanderwege. Und das lohnt sich! Denn man hat das Gefühl auf einem anderen Planeten unterwegs zu sein.
Wir starteten früh morgens eine ca. 19 km lange Wanderung durch die Vulkanlandschaft: vom Haleakala Visitor Center vorbei an vielen kleinen Kratern und später über den Halemau‘u Trail hoch zum Park Headquarters Visitor Center.
Den Sonnenuntergang genossen wir anschließend am höchsten Punkt, in 3055 m Höhe. Hier hat man einen traumhaften Blick auf die Landschaft und die Sonne, die langsam unter dem Wolkenmeer verschwindet und den Gipfel in tolles Licht taucht.

Iao Valley State Park

Im Westen von Maui liegt der regenreiche Iao Valley State Park, der zu einer leichten Wanderung zur Iao Needle einlädt. Auf gut markierten Wegen gelangt man durch den Regelwald und eine saftig grüne Landschaft zu dem begrünten Felsen.

Makena Beach

An Makena‘s Big Beach und Little Beach kann man wunderbar die Seele baumeln lassen, den Einheimischen beim Tanzen und Trommeln zuschauen oder sich dazugesellen und einen tollen Sonnenuntergang genießen.

Surfkurs in Lahaina

Das Surfen darf auf Maui natürlich nicht fehlen. In Lahaina gibt es viele Surfschulen und Anfänger-Surfspots. Und tatsächlich: Nach ein paar Versuchen stand ich auf dem Brett und hatte das Gefühl zu surfen… Ich weiß nicht, ob das schon besonders professionell aussah, aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht… ;)

Anschließend kann man noch ein wenig durch den Ort Lahaina bummeln und den ein oder anderen Cocktail schlürfen.

Weitere Traumstrände auf Maui

Im Norden gibt es viele Strände, an denen man sich in die Wellen stürzen kann und sich Surfer tummeln – zum Beispiel am Baldwin Beach Park. Zum Schnorcheln findet man in der Nähe von Lahaina gute Gelegenheiten. Ich weiß nicht, ob ich nur Glück hatte, aber ich hab dabei tatsächlich einige Riesenschildkröten aus nächster Nähe sehen können.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.