Portugal – von Lissabon bis Porto

Eine Woche lang waren wir im Oktober in Portugal unterwegs. Nicht viel Zeit – daher beschränkten wir uns auf den Teil zwischen Lissabon und Porto. Eine tolle Tour! Und der Süden von Portugal folgt sicherlich auch noch mal…

Reiseroute durch Portugal

Lissabon

Die Hauptstadt von Portugal ist absolut einen Besuch wert! In eineinhalb Tagen unternahmen wir Folgendes:

  • Fahrt mit der Linie 28E: Ein historischer Straßenbahnwagen, der sich durch enge Kurven schlängelt und steile Straßen hinaufwindet.
  • Fahrt mit der Straßenbahn nach Belem: Hier darf ein Besuch bei Pasteis de Belem nicht fehlen. Hier werden die für Portugal typischen, leckeren, mit Pudding gefüllten Gebäckteilchen, die wir nahezu täglich gegessen haben, nach Original-Rezept hergestellt.
  • Spaziergang durch Alfama:
    • Ein hügeliges Viertel mit unzähligen verwinkelten Gassen. Glaubt niemals, dass ihr hier ein Restaurant wiederfindet, das ihr im Laufe des Tages einmal gesehen habt, wenn ihr euch den Weg dahin nicht ganz genau merkt!
    • Bei Sonnenuntergang lohnt es sich, bei der Igreja e Convento da Graça zu sein. Hier hat man einen traumhaften Blick über die Stadt.
    • In einer kleinen Weinbar ließen wir den Abend ausklingen – mit einer sehr leckeren Käse-Schinken-Platte, bei guter Musik und mit inspirierender Deko. Die Fotos von den Wein-Sprüchen hängen heute noch in unserer Küche. 
  • Auch bei Dunkelheit sollte man noch mal durch die Gassen Lissabons schlendern, denn dann wird die Stadt in besonders tolles Licht getaucht
  • Fado hingegen kann man sich sparen: Gleich am ersten Abend suchten wir uns ein Restaurant mit Live-Musik. Aber die Musik konnte uns nicht wirklich begeistern und da alle Gäste während der Aufführung gebeten bzw. ermahnt wurden, absolut still zu sein, konnten wir die ersten Urlaubseindrücke erst später austauschen.
Icon_Hotel Hostel-Tipp: Travellers House, sehr zentral gelegen, nett eingerichtet, sehr sauber, leckeres Frühstück

Cabo da Roca

Am Flughafen haben wir unseren Mietwagen abgeholt und uns auf den Weg zum Cabo da Roca gemacht, dem westlichsten Punkt von Portugal und sogar von Europa. Unterwegs machten wir Halt in Cascais, einem beliebten Surferspot, an dem wir auf den Felsen frühstückten und anschließend eine Weile darauf herumturnten, bevor es weiter ging. Am Cabo da Roca hat man dann einen traumhaften Blick aufs Meer und die Felsküste und kann ein wenig spazieren gehen. 

Sintra

Gegen Mittag ging es weiter nach Sintra: Hier gibt es mehrere alte Paläste und Burgen. Wir entschieden uns für eine Burgruine, das Castelo dos Mouros, zu der wir vom Parkplatz aus ca. 2-3 km hinauf liefen. Die Ruine bietet einen tollen Blick auf die anderen Paläste und das Umland bis hinunter zum Atlantik. 

Serra da Estrela

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg in die Serra da Estrela und waren auf der Autobahn fast alleine unterwegs. Bei der Unterkunftssuche brauchten wir mehrere Anläufe, da viele Hotels und Pensionen zu dieser Jahreszeit bereits geschlossen haben und erst im Winter für die Skisaison wieder öffnen. Wir landeten im Hotel Berne und waren neben einem holländischen Pärchen die einzigen Gäste. Da wir erst bei Dunkelheit dort ankamen, sahen wir erst am nächsten Tag, was für ein nettes Bergdörfchen Manteigas ist und wie herrlich die Landschaft rundherum aussieht.

Da die Holländer von gut ausgeschilderten Wanderwegen schwärmten, suchten wir uns aus den Wanderkarten im Hotel eine schwere, ca. 20 km lange Tour aus und machten uns am nächsten Tag früh morgens auf den Weg. Mit dem Auto fuhren wir ein Stück den Fluss entlang und stellten den Wagen an dem Ausgangspunkt der Wanderung ab, an der Covao d’Ametade.

Zumindest sollte es laut Karte hier losgehen. Aber es war weit und breit kein Schild zu sehen, kein Weg zu erkennen. Da andere Wanderwege in der Nähe beginnen sollten, liefen wir erst einmal ein Stück die Straße hinauf, um einen von diesen zu nehmen. Mit viel Intuition schafften wir es nach einer Weile sogar auf den ursprünglich geplanten Trail – auch wenn wir ihn nun in umgekehrter Richtung liefen. Schilder und Farbmarkierungen gab es aber auch jetzt nur selten. Es waren eher die Steinmännchen anderer Wanderer, die den Weg wiesen, und gerade gegen Ende war es auch eher ein Glücksspiel, die richtige Route zu finden. 

Aber das Abenteuer hat sich auf jeden Fall gelohnt: einsame Wege, tolle Ausblicke, ein eiskalter Bergsee, eine Mittagspause auf dem Dach eines nicht fertig gebauten Hauses, schöne Kletterpartien und der höchste Punkt des portugiesischen Festlands, der Torre, warteten auf der Tour auf uns.

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Hotel Berne, gut gelegen, leckeres Essen

Douro Tal

Mit dem Wagen ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Douro Tal. Zunächst noch mit schönen Ausblicken auf die Serra da Estrela und das Umland und später auf die Weinlandschaft rund um den Fluss Douro.

Hier steuerten wir zunächst Pinhao an und machten eine entspannte Bootsfahrt auf dem Douro Fluss mit interessanten Anekdoten vom Kapitän.

Dann riefen wir bei einem Weingut an, um uns eine Unterkunft für die Nacht zu reservieren. Und damit landeten wir einen Glückstreffer! Wir fragten nach einem Zimmer und Abendessen und der Inhaber bejahte beides. Er sagte, er würde schon irgendetwas zu essen hinbekommen. Wir hatten also keine zu hohen Erwartungen an das Essen. Doch sämtliche Erwartungen wurden absolut übertroffen: Zunächst durch das Weingut selbst, denn das war riesig, traumhaft gelegen, unser Zimmer bot einen wunderschönen Blick auf den Douro Fluss und war wie das gesamte Gebäude toll eingerichtet. Und dann durch das Essen, bei dem wir Gesellschaft von einem kanadischen und einem amerikanischen Ehepaar hatten. Auf eine leckere Suppe folgte frischer Salat und Bacalhau a Bras und zu guter Letzt eine Crème Brûlée. Dazu gab es Wein vom Weingut und zum Nachtisch einen leckeren Portwein. Absolut zu empfehlen!

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Weingut Quinta de Santo Antonio (s.o.)

Porto

Bevor wir nach Porto fuhren, stoppten wir noch in Vila do Conde, etwas nördlich von Porto. Hier schauten wir uns zunächst die Altstadt sowie das imposante Aquädukt und Kloster an und wagten uns dann tatsächlich in den Atlantik. Für ein paar Sekunden!

Und dann ging es weiter zur letzten Station – nach Porto. Auch eine tolle Stadt, die mindestens so schön ist wie Lissabon. Hier kann man wunderbar durch die schönen Gassen schlendern, am Fluss entlang spazieren und in den vielen Cafés Halt machen.

Icon_Hotel Hostel-Tipp: Hostel Poets Inn, gut gelegen und nett eingerichtet
Icon_Restaurant Restaurant-Tipp: Ze Bota, toll eingerichtet, sehr leckeres Essen

 

Vorbereitungen für einen Portugal-Urlaub

Unterkünfte buchen oder nicht?

Da Herbstferien waren, haben wir die Unterkünfte für Lissabon und Porto schon vorher gebucht. In den anderen Regionen unserer Route war das nicht nötig, da im Oktober in Portugal keine Hauptsaison mehr ist. 

Mietwagen

Den Mietwagen haben wir vorab gebucht. Worauf man bei der Suche nach einem Mietwagen achten sollte, könnt ihr hier lesen.

Zusätzlich zu den vorab bezahlten Kosten muss man vor Ort noch Maut bezahlen. Das funktioniert über einen Chip im Auto, den man bei Mietwagenübernahme erhält und der die gefahrenen Autobahnkilometer berechnet.

Wetter in Portugal im Oktober

In Lissabon war es zunächst noch bedeckt, aber an den folgenden Tagen konnten wir dann die Sonne genießen – bei angenehmen, warmen Temperaturen sowohl tagsüber als auch abends. Nur in den Bergen begannen wir unsere Wanderung morgens bei 7-8 Grad – aber blauem Himmel! Der Zwiebel-Look ist also die perfekte Wahl und der Oktober noch eine sehr schöne Reisezeit für Portugal.

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