Sri Lanka – wo scharfes Curry, saftig grüne Landschaften, Elefanten und viel Freundlichkeit aufeinandertreffen

Reisebericht | Sri Lanka ist ein faszinierendes, abwechslungsreiches Reiseziel: In zwei Wochen im November führte uns der Weg vorbei an buddhistischen Kulturstätten, durch traumhafte Teeplantagen und das Hochland, auf schöne Gipfel, auf eine Elefanten-reiche Safari und an weiße Sandstrände. Stets von unglaublich leckerem Essen (!!!), freundlichen Menschen und unaussprechlichen Städtenamen (Anaradu…, Anurada…, Anuradhapura) begleitet. Ein toller Mix aus Kultur, Natur, Bewegung, Genuss und Entspannung. Viel Spaß mit meinem Reisebericht für Sri Lanka!

Reiseroute auf Sri Lanka

Anuradhapura

Anuradhapura und Polonnaruwa – das sind zwei der bekanntesten kulturellen Orte auf Sri Lanka. Aus Zeitgründen entschieden wir uns für Anuradhapura und fuhren direkt vom Flughafen dorthin.
Anuradhapura war über tausend Jahre lang Zentrum verschiedener Königsdynastien und religiöses und politisches Zentrum der Insel. Heute beeindrucken verschiedene Tempelanlagen und die Überreste der alten Anlagen. Unserem Guide, den wir vor Ort gebucht haben, konnte ich allerdings nicht immer ganz folgen. So viel singhalesische Kultur war direkt nach dem langen Flug doch etwas viel… ;)

Sigiriya, Pidurangala und Dambulla

Der Sigiriya, ein Monolith mit Resten einer Festung, steht bei vielen Touristen auf dem Programm. Wir haben uns daher entschieden, nicht den Sigiriya, sondern den benachbarten Pidurangala zu besteigen. Der Vorteil: Das machen nur wenige, es ist günstiger und man hat einen tollen Blick auf den beeindruckenden Sigiriya und die umliegende Weite. Nach rund 30 Minuten Aufstieg kann man den Ausblick ganz in Ruhe genießen.
Anschließend ging es weiter zum Höhlentempel in Dambulla. Nach diversen Tempeln, die wir bereits gesehen hatten, hätte ich den Besuch aber nicht unbedingt gebraucht – zumal ich die Anlage sehr bedrückend und den Eintritt sehr teuer fand.

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Cassandra Culture Resort, ein sehr schönes, sauberes, ruhig gelegenes Hotel mit sehr leckerem Essen

Kandy

Am zweiten Abend erreichten wir Kandy und waren von Lärm, Verkehr und Abgasen etwas überfordert. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Stadt so groß ist! Gut, hätte man natürlich genauer lesen können. ;) In vielen Reiseberichten wird Kandy als guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Umland beschrieben. Aber man kann lieber an den jeweiligen Orten  übernachten. Mehrere Nächte muss man in Kandy nicht verbringen.

Abgesehen von einem Spaziergang entlang des Sees, bei dem wir klitschnass wurden, und einem sehr leckeren Abendessen mit Blick auf den See haben wir in Kandy dann auch nichts weiter unternommen und uns am nächsten Morgen direkt von dort aus auf den Weg ins Hochland gemacht.

Icon_Hotel Übernachtung: Villa 49, das Frühstück war sehr lecker, aber das Zimmer etwas muffig, die Unterkunft ist daher nicht unbedingt zu empfehlen
Icon_Restaurant Restaurant-Tipp: Serene Grand Restaurant, oberhalb des Sees gelegen, mit schönem Blick über die Stadt und den See, unglaublich leckeres Essen

Kelani River

Auf dem Weg ins Hochland nach Nallathanniya haben wir einen Zwischenstopp am Kelani River eingelegt, der zum Wildwasser-Rafting einlädt. Bei schönstem Wetter ging es für ca. eine Stunde im Boot über den Fluss. Anbieter solcher Touren gibt es hier genug.

Adam’s Peak

Nallathanniya ist Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Adam’s Peak, einem 2.243 m hohen Berg mit tollem Ausblick ins Hochland, den jeder Buddhist einmal im Leben besucht haben sollte. Zur Pilgersaison, die im Dezember beginnt, ist daher wohl häufig Schlange stehen angesagt.
Es wird empfohlen, gegen halb drei Uhr in der Nacht aufzubrechen, um zum Sonnenaufgang am Gipfel zu sein und die Hitze zu meiden. Wenn der Wecker im Urlaub um zwei Uhr nachts klingelt, fragt man sich zwar kurz, was man da gerade tut – aber es lohnt sich! Selbst dann, wenn schon nach einer halben Stunde ein mal leichterer, mal stärkerer Regen einsetzt und nicht aufhört. Die Zeitangaben für den Aufstieg variieren stark. Wir hätten den Wecker auch deutlich später stellen können – Mist! ;) Denn wenn man fit ist, kommt man da in gut zwei Stunden hoch. :)

Der Aufstieg

Der Aufstieg von rund 1.000 Hm führt größtenteils über Stufen – mal flachere, mal höhere – und immer wieder vorbei an kleinen Teestuben. Aufgrund der Dunkelheit und Wolken nie wissend, wie weit es noch bis zum Gipfel ist. Na gut, man könnte Stufen zählen – ich glaub es sind rund 5.200 Stück. ;) Erst kurz vor dem Gipfel durchbrachen wir endlich die Wolkendecke und konnten in einen beeindruckenden Sternenhimmel blicken. Am Gipfel angekommen haben wir uns erst einmal wärmer angezogen und uns ein Plätzchen auf der kleinen Plattform gesucht, um den tollen Sonnenaufgang zu beobachten. Ein beeindruckender Ausblick! Nehmt auf jeden Fall Wechselkleidung mit!

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Slightly Chilled, einfache Unterkunft (wie wohl die meisten in dem Ort), die zum Teil noch renoviert wird, mit sehr leckerem Essen und sehr hilfsbereiten Gastgebern

Nuwara Eliya

Nach einem ausführlichen Frühstück nach der Wanderung in Nallathanniya ging es weiter nach Nuwara Eliya. Unterwegs gibt es immer wieder tolle Wasserfälle, Seen und Teeplantagen zu sehen.

In Nuwara Eliya besichtigten wir die Teefabrik Pedro‘s Tea Factory und bekamen interessante Einblicke in die Teeherstellung, liefen durch die Teeplantagen und probierten natürlich den Tee. Zu spät sollte man zu einer solchen Führung nicht gehen, da die Maschinen dann stillstehen und viele Prozessschritte nicht zu sehen sind.

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: The Bungalow, toller Blick auf den See, sehr netter Besitzer, tolles Zimmer
Icon_Restaurant Restaurant-Tipp: Grand Indian, sehr leckeres indisches Essen und sehr nette, lustige Kellner

 

Ella

Ella ist ein perfekter Ausgangspunkt für Touren ins Hochland und bietet einige Bars, Cafés und Restaurants. Und hier werden fleißig weitere Unterkünfte für den wachsenden Tourismus gebaut. Wir blieben drei Nächte:

  • Little Adam‘s Peak: Am ersten Morgen machten wir uns um 5:30 Uhr auf den Weg zum Little Adam‘s Peak. Stichwort Sonnenaufgang. ;) Hier ist man schon nach rund 30 Minuten am Ziel. Allerdings machten die Wolken diesmal keine Anstalten aufzuklaren. Aber halb so schlimm: Die Wolken und der Nebel haben der Umgebung eine sehr spannende, mystische Stimmung verliehen. :)
  • Nine-Arch-Bridge: Vom Little Adam‘s Peak ging es weiter zur Nine-Arch-Bridge – bei immer stärkerem Regen, der die Wege in Bäche verwandelte. Klitschnass kamen wir nach einer Weile an der beeindruckenden 30 m hohen Eisenbahnbrücke an, machten ein paar Regentanz-Fotos (man soll hier auch schöne Bilder bei blauem Himmel mit Zug machen können) und nahmen von dort aus ein Tuk Tuk zurück zur Unterkunft. Wobei mir auf der holprigen Straße eine Wanderung durch den Regen doch irgendwie lieber gewesen wäre. ;)
  • Kochkurs: In Ella werden einige Kochkurse angeboten. Wir belegten einen bei Lanka Cooking Classes und kochten leckere Curry-Gerichte, die noch darauf warten, zu Hause nachgekocht zu werden. ;)
  • Ella Rock: Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Ella Rock, zunächst an den Schienen entlang. Den Zugfahrplan sollte man sich vorher anschauen und darauf hoffen, dass er eingehalten wird. Aber wir haben festgestellt: Spontan in die Büsche springen, geht auch. ;) Nach ca. eineinhalb Kilometern kann man den Schildern folgen und einen schönen Weg hinauf zum Ella Rock laufen, an dem es oben allerdings sehr voll ist.
Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Ella Ridge View, tolle Lage etwas oberhalb des Ortes, mit schönem Blick in die bergige Landschaft, unglaublich nette Besitzer, unfassbar leckeres Frühstück, das auch für die Affen rundherum interessant ist ;)
Icon_Restaurant Restaurant-Tipp: Cafe Chill, hippes, gut besuchtes Cafe und Restaurant mit sehr leckerem Essen; Ella Coffee Avenue, nettes Cafe mit nettem Besitzer

Udawalawe Nationalpark

Im Udawalawe Nationalpark lebt mit rund 600 Elefanten eine sehr große Elefantenpopulation – was für mich auch direkt das ausschlaggebende Argument war. ;) Leoparden kann man hingegen eher im Yala Nationalpark sehen.
Und uns wurde nicht zu viel versprochen: Auf unserer Safari durch den Udawalave Park haben wir unzählige Elefanten gesehen und die Tiere fasziniert beobachtet. Zum Glück waren sie dabei nicht von zahlreichen Jeeps belagert.
Am nächsten Morgen sind wir in das nahegelegene Elephant Transit Home gefahren. Hier kann man rund 40-50 jungen Elefanten, die auf artgerechte Weise (soweit man das beurteilen kann) wieder auf die Wildnis vorbereitet werden, bei der Fütterung zuschauen.

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Hotel Le Green Udawalawe, ganz in der Nähe des Parkeingangs und des Elephant Transit Homes gelegen und damit ein guter Ausgangspunkt; der Essensraum ist dagegen nicht so einladend

Mirissa

Um den Urlaub entspannt ausklingen zu lassen, blieben wir vier Nächte am Meer in dem Städtchen Mirissa. Hier ließen wir es uns beim Baden im Meer, mit Massagen und natürlich mit leckerem Essen gut gehen – was auch sonst. ;)

Icon_Hotel Übernachtungs-Tipp: Handagedara Colonial Villa, sehr schöne Unterkunft in der Nähe des Strandes mit sehr leckerem Frühstück und totel freundlichen Gastgebern
Icon_Restaurant Restaurant-Tipp: Zephyr, Restaurant direkt am Stand mit unfassbar leckeren Fischgerichten; No. 1 Dewmini Roti Shop, etwas abseits des Strandes und der Hauptstraße gelegen, aber absolut einen Abstecher wert, sehr leckere herzhafte und süße Roti-Varianten
Icon_Restaurant Spa-Tipp: Badora Spa, schöne Atmosphäre, viele verschiedene Massage-Angebote zu fairen Preisen, vorab reservieren

Galle

Von Mirissa aus haben wir mit dem Bus einen Tagesausflug nach Galle gemacht – und auf der Fahrt viele entsetzte Blicke ausgetauscht. Busfahrer scheinen die Könige der Straßen zu sein und dementsprechend selbstbewusst ist auch deren Fahrstil, unterlegt von andauerndem Hupen. ;) In Galle kann man sich entlang der Stadtmauer treiben lassen, durch die Gassen schlendern, Souvenirs einkaufen und es sich in einem der Cafés gut gehen lassen.

Negombo

Mit dem Zug ging es zu unserer letzten Station nach Negombo. Die Stadt haben wir uns nicht weiter angeschaut, aber für den letzten Stopp vor dem Abflug ist die Stadt ein guter Standort.

Icon_Restaurant Restaurant-Tipp: Lords, das perfekte Restaurant für den Abschluss des Urlaubs – das Essen war mal wieder unfassbar lecker ;)

 

Vorbereitung auf einen Urlaub auf Sri Lanka

Reiseplanung – spontan nach Plan

Wir hatten unsere Reiseroute für Sri Lanka vorab weitestgehend festgesteckt, haben vor Ort aber den ein oder anderen Aufenthalt verkürzt oder verlängert und auch die meisten Transporte spontan gebucht. Da gefühlt jeder auf Sri Lanka Fahrer ist oder jemanden kennt, der Fahrer ist, ist das auch kein Problem. ;)
Nur für die Bahnfahrt, die vor allem von Kandy nach Ella sehr beliebt ist, bekamen wir keine Sitzplatz-Tickets mehr. Mitfahren konnten wir aber trotzdem: Wir mussten uns nur mit vielen anderen in den engen Gang quetschen. Wenn man wie wir Glück hat, steht man dabei in der Nähe eines funktionierenden Ventilators und es ergeben sich nette Gespräche mit den „Sitznachbarn“. Wir mussten allerdings auch nur zweieinhalb Stunden von Nanu Oya nach Ella durchhalten. ;)
Generell gilt: Bus- und Bahnfahren ist sehr günstig, dauert zum Teil aber sehr lange. Auch Tuk Tuks sind nicht teuer, aber für längere Fahrten vielleicht nicht ganz so gut geeignet. Taxifahrten sind ebenfalls bezahlbar – zumal dank der Tipps der Fahrer ein Mittagessen auch mal nur 50 Cent kosten kann. Der Straßenverkehr ist auf jeden Fall eine Sache für sich. Selber fahren, möchte man hier nicht. ;)

Die Küche auf Sri Lanka – „ein bisschen“ scharf, aber unglaublich lecker

„Ist das scharf?“ „Nein, nur ein kleines bisschen.“ Also ab auf den Teller und probieren – und nur wenige Bissen später ist man in der Lage, Feuer zu spucken. ;) Aber nichtsdestotrotz ist das Essen auf Sri Lanka unglaublich lecker! Hat man hier und da vielleicht herausgehört… ;) Eigentlich habe ich mich im gesamten Urlaub immer von einer Mahlzeit auf die nächste gefreut. Denn egal ob Curry-Gericht, Omelette, Hopper, Kokos-Pfannkuchen, Roti oder frischer Maracujasaft – Essen und Getränke schmecken einfach toll!

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