Vancouver – einzigartige Lage zwischen Ozean und Bergen

Vancouver gilt als eine der lebenswertesten Städte der Welt. Von Februar bis August 2010 war ich für ein Praktikum dort und konnte mich davon überzeugen: Sie ist es wirklich! Durch die einzigartige Lage direkt am Meer und am Fuße der Berge gibt es in der Stadt und rundherum alles, was man sich wünscht: ein traumhaftes Panorama, schöne Seen und Canyons, unzählige Wandermöglichkeiten, schöne Strände und ein offenes Miteinander der Kulturen – und dadurch in Summe eine unglaublich hohe Lebensqualität. Ach ja, und ein Hauch von Marihuana liegt auch noch in der Luft… ;) 

Parks in Vancouver

  • Stanley Park: Der Stanley Park ist ein über 400 Hektar großer Stadtpark und befindet sich auf einer Halbinsel direkt neben der Downtown mit ihren vielen modernen Hochhäusern. Ein faszinierender Kontrast! Wege mit einer Länge von insgesamt rund 200 km schlängeln sich quer durch den Park und ein rund 9 km langer Weg führt direkt am Wasser entlang rundherum. Hier hat man einen tollen Ausblick auf das Meer, die Strände, die vielen vorgelagerten Inseln und die hochhinausragenden Berge. Das perfekte Erholungsparadies für alle Downtown-Bewohner. Ich hab mir noch in meiner ersten Woche Inlineskates gekauft und bin während der 6 Monate unzählige Male nach Feierabend rund um den Park geskatet.
  • Queen Elizabeth Park: Der Queen Elizabeth Park liegt im Süden der Stadt. Er ist deutlich kleiner als der Stanley Park, bietet aber einen schönen Blick auf ganz Vancouver.

Strände in Vancouver

Hier stehen einige zur Auswahl. So ist es auch im Hochsommer nirgends überfüllt und man kann einen entspannten Tag am Meer verbringen, grillen und sich auf Beachvolleyballplätzen austoben.

  • Strände im Süden:  Spanish Banks, Jericho Beach und Kitsiliano Beach – hier hat man einen tollen Blick auf die Downtown und die Berge im Norden.
  • Strände auf der Downtown-Halbinsel: English Bay, Second Beach und Third Beach – hier ist der Blick auf die vorgelagerten Inseln traumhaft schön, vor allem bei Sonnenuntergang.
  • Strände in Northvancouver: Auch hier hat man einen tollen Blick auf die Downtown.

Einkaufen und Weggehen

  • Gaztown: So richtig kann man in kanadischen und amerikanischen Städten ja nicht von einem historischen Kern sprechen. Aber wenn es einen gibt, dann ist der in Gaztown zu finden. Hier gibt es die historische Steam Clock, einige denkmalgeschützte Gebäude und neben vielen Souvenir-Läden auch ein paar nette Cafes und Bars zum Essen und Weggehen.
  • Granville Island: Granville Island ist eine kleine Halbinsel, die man über die Granville Bridge oder per Taxi-Boot erreichen kann. Es gibt eine große Markthalle zum Schlemmen, ein paar kleine Läden zum Bummeln und ein paar Kulturwerkstätten. Hier kann man sich einfach ein bisschen treiben lassen.
  • Commercial Drive: Auf dem Commercial Drive und rundherum gibt es zahlreiche nette, teils hippe Restaurants und Cafés, in denen man hervorragend essen kann.

Celebrations of Light

Im Sommer finden in Vancouver die Feuerwerks-Weltmeisterschaften statt. An vier Abenden treten hierbei vier Länder gegeneinander an. Das Feuerwerk wird von einer Plattform im Meer abgefeuert und von Musik begleitet. An den Stränden versammeln sich zehntausende Zuschauer und bestaunen das Feuerwerk. Auf jeden Fall beeindruckend, wenn man grad zur rechten Zeit vor Ort ist!

 

Umgebung von Vancouver

In wenigen Minuten und für wenig Geld erreicht man mit den öffentlichen Bussen tolle Ausflugsziele in der Umgebung von Vancouver. Die meisten Busse fahren in Northvancouver am Fährterminal ab.

Grouse Mountain

Der Grouse Mountain ist der 1231 m hohe Hausberg von Vancouver, der einen traumhaften Blick über die Stadt, das Meer und die Inseln bietet. In der schneefreien Zeit kann man entweder bequem mit der Gondel auf den Berg fahren oder sportlich den Berg hoch wandern. Das lohnt sich auf jeden Fall. Denn nach ca. 3 km und 850 Hm erwartet einen ein Ausblick, der die Anstrengung absolut wert ist! Anschließend kann man sich noch ein paar Attraktionen anschauen, bevor es den gleichen Weg oder mit der Gondel hinunter geht. Im Winter kann man dort oben Skifahren und von der Piste aus den Meerblick genießen!

Lynn Canyon Park

Ein Spaziergang durch den Lynn Canyon Park beginnt mit einem Gang über die Lynn Valley Suspension Bridge, eine freischwingende Seilbrücke. Die Capilano Suspension Bridge ist zwar etwas bekannter, höher und länger als diese, kostet dafür allerdings auch Eintritt. Von der Lynn Valley Suspension Bridge aus kann man entlang des Lynn Canyon über den Baden Powell Trail durch das Lynn Valley laufen und kommt unter anderem an einem großen, natürlichen Pool vorbei, der zum Schwimmen einlädt. Immer wieder hat man die Möglichkeit, ein bisschen auf den Felsen herumzuturnen.

Cleveland Dam, Capilano Lake und Capilano River

Am Cleveland Dam hat man einen schönen Blick auf den Capilano Lake, der inmitten einer schönen, bergigen Landschaft liegt und aus dem die Stadt große Teile des Trinkwassers bezieht. Von dem Damm aus kann man einen schönen Spaziergang durch den Capilano River Regional Park entlang des Capilano Rivers machen.

Horseshoe Bay

Horseshoe Bay ist ein kleines Örtchen im Norden von Vancouver. Er liegt in einer schönen, von Bergen eingerahmten Bucht, in der es einen kleinen Hafen gibt. Hier legen auch die Fähren nach Vancouver Island ab. Gegen Vorlage eines normalen Führerscheins kann man ein Boot mieten und nach einer einminütigen Einweisung den Speed-Hebel umlegen. Das Herausmanövrieren aus dem Hafen (neben den großen Fähren!) ist etwas respekteinflößend. Aber wenn das geschafft ist, will man gar nicht mehr zurück und kann fröhlich entlang der Küste und zwischen den Inseln herumdüsen! ;)

Light House Park

Der Light House Park liegt im Norden Vancouvers. Hier kann man einen schönen Spaziergang machen, auf den Felsen herumkraxeln und einen tollen Blick auf die Stadt und die Inseln genießen.

Vancouver Island

Es gibt zwei Fährterminals in Vancouver, an denen Fähren nach Vancouver Island ablegen: im Norden Horshoe Bay (von hier aus fahren nur Fähren nach Nanaimo) und im Süden Tsawwassen (von hier aus geht es sowohl nach Nanaimo als auch nach Swartz Bay).

  • Man kann zum Beispiel einen Tagesausflug nach Victoria, in die Hauptstadt von British Columbia, machen. Hierfür nimmt man die Fähre von Tsawwassen nach Swartz Bay und fährt von dort aus mit dem Bus weiter in die Stadt. Victoria ist ein niedliches, britisch aussehendes Städtchen und ein schönes Ziel für ein paar Stündchen. Am Abend kann man dann die Fähre zurück nach Tsawwassen nehmen. Allein die beiden Überfahren sind die Reise wert. Denn der Ausblick ist hier traumhaft schön! Aber Achtung: Es ist ziemlich windig! Kleider und Röcke kennen hier kein Halten mehr… ;)
  • Wenn mehr Zeit ist, lohnt es sich auf jeden Fall, die Insel etwas genauer zu erkunden. Vor allem Ucluelet und Tofino sind super schön! Darüber könnt ihr in meinem Kanada-Artikel mehr lesen.

 

Wetter in Vancouver

Im Februar haben mich angenehme 11 Grad, blauer Himmel und Sonnenschein begrüßt. Im Frühling gab es allerdings viele verregnete Tage, sodass wir die Stadt liebevoll in Raincouver umbenannt haben. Traumhaft war es dann im Juli und August. Zu der Zeit hat fast jeden Tag die Sonne geschienen (so um die 28 Graf) und man konnte problemlos im Meer schwimmen. 

Wohnen in Vancouver

Die Wohnungssuche in Vancouver ist nicht ganz leicht, erst recht aus der Ferne. Daher würd ich jedem empfehlen, der länger dort bleiben will, zunächst in einem Hostel o.ä. zu wohnen und dann vor Ort nach einer Wohnung zu schauen. Aber auch das ist nicht leicht, denn es sind unheimlich viele auf der Suche und die Preise sind unverschämt hoch. Daher ist es auch keine Seltenheit, dass Zimmer mit 2-3 Personen belegt werden und dass selbst in eine fensterlose Abstellkammer eine Matratze hineingequetscht wird. Man braucht also ein paar Anläufe, bis man etwas einigermaßen Bezahlbares und Bewohnbares findet.

Bei mir ist es nach einer dreiwöchigen Suche eine WG mit einem Mexikaner, einem Franzosen und einer Französin geworden. Eine einfach ausgestattete Wohnung, dafür aber in der Downtown, im 13. Stock, mit einem traumhaften Ausblick auf die Berge und das Meer!

Preise in Vancouver

Nicht nur das Wohnen in Vancouver ist teuer. Auch die Preise für Lebensmittel sind unglaublich hoch. Beim ersten Gang in den Supermarkt ist man leicht schockiert, wenn man die Preise für Käse, Gemüse oder auch Shampoo sieht. Ich glaub, Sushi war hier das einzig Günstige… ;)

Kultur in Vancouver

Vancouver ist eine sehr internationale und weltoffene Stadt. So habe ich neben Kanadiern vor allem auch Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt – von Mexikanern und Brasilianern über Holländer und Franzosen bis hin zu Koreanern und Australiern. Eine schöne und spannende Mischung und ein tolles Miteinander!

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